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Kinderpalliativzentrum Datteln


Projektbeschreibung

Im Jahre 2009/2010 entsteht an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik ein Kinderpalliativzentrum . Das Zentrum umfasst die weltweit erste Palliativstation für Kinder und Jugendliche (Station Lichtblicke) im Erdgeschoss und das Forum für Familie und Fortbildung (FFF) im ersten Stockwerk. Das Kinderpalliativzentrum ist als Neubau konzipiert, der auf dem Gelände der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln entstehen wird.

Beschreibung des Vorhabens

Die „Station Lichtblicke“ umfasst acht Patientenzimmer (Einbettzimmer). Jeweils zwei Einbettzimmer erhalten ein gemeinsames Duschbad mit der Möglichkeit, eine mobile Duschliege einzusetzen. Eines der Zimmer erhält ein Bad inklusive freistehender Pflegewanne mit Hubvorrichtung. Zusätzlich befinden sich im Erdgeschoß die notwendigen Nebenräume und ein Eingriffsraum.

Während der stationären Behandlung des erkrankten Kindes wird den Familien die Möglichkeit geboten, die im „Forum für Familie und Fortbildung“ (FFF) zur Verfügung stehenden Elternappartments zu beziehen, andere Familien zu treffen und die angebotene Unterstützung durch das multidisziplinäre Team zu nutzen. Das FFF soll darüber hinaus Raum bieten für die Durchführung und Weiterentwicklung einer soliden Fortbildung in Pädiatrischer Palliativversorgung. Diese multiprofessionellen Fortbildungskurse sind ein für Deutschland einmaliges und innovatives Konzept, welches fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt wird. Im FFF sollen zudem Geschwistergruppen, Kurse für Laienhelfer und Trauerseminare angeboten werden. Weitere Fortbildungsschwerpunkte sind die Unterstützte Kommunikation, sowie die ganzheitliche Versorgung von Kindern mit Langzeitbeatmung. Eine Case Management Ausbildung ist in Planung.

Die Farbgestaltung und die Abstimmung der Lichtquellen der Räumlichkeiten werden von der Künstlerin Andrea Behn, Herdecke, konzipiert.

Der Außenbereich wird als abgeschirmter Innenhof gestaltet. Die Bepflanzung ist an den Jahreszeiten orientiert. Daneben wird ein besonderer Schwerpunkt auf die aktive Sinneswahrnehmung der Patientinnen und Patienten entsprechend der Prinzipien von Hugo Kükelhaus (Tastpfad, Schaukel, Wasser) gelegt. Für die behindertengerechte Rollstuhlnutzung werden Pflasterwege angelegt. Vor jedem Patientenzimmer befindet sich eine barrierefrei nutzbare Terrassenfläche mit seitlichen, bepflanzten Rankgerüsten.

Finanzierung des Vorhabens

Die Baukosten für den gesamten Komplex betragen 3.957.210 Euro. Davon entfallen auf den klinischen Bereich im Erdgeschoss 2.284.326 Euro. Das „Forum für Familie und Fortbildung“ im 1. Stockwerk sowie der Außenanlagen werden mit 1.672.884 Euro beziffert. Der geldwerte Eigenanteil der Vestischen Caritas-Kliniken GmbH beträgt 550.000 Euro. Der finanzielle Mehrwert des FFF, der zur dauerhaften Etablierung notwendig ist, wird durch die Fort- und Weiterbildungsangebote sowie die Mitaufnahme der Eltern und Geschwister generiert.

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