15 Jahre – 15 Menschen: Im Jahr 2025 feiert das Kinderpalliativzentrum Datteln 15-jähriges Jubiläum. In diesem Rahmen erscheint die erste Ausgabe unseres neuen Magazin “BLICKWECHSEL”, in dem 15 Menschen unsere Geschichte erzählen. Alle Menschen in dieser Interviewreihe stehen stellvertretend für unser gesamtes Team.
Forschung in der Kinderpalliativversorgung weist neue Wege für eine bestmögliche Versorgung von Patient:innen und Familien. Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Erfahrung, lebt von Neugier und Zusammenarbeit – und manchmal auch von kleinen Alltagsrätseln wie verschwundenen Tassen.
Wie kann Forschung konkret helfen, dass es unseren Patient:innen besser geht? Forschung ist wie ein gutes Navigationssystem: Sie warnt vor Staus, zeigt Abkürzungen oder wo dringend eine neue Straße gebaut werden muss. Oft geht es dabei um Zahlen – und ja, die wirken zunächst trocken oder langweilig. Doch sie helfen, Muster zu erkennen, konkrete Verbesserungen abzuleiten und letztlich dafür zu sorgen, dass wir nicht nur glauben, etwas sei hilfreich – sondern dass wir es auch wirklich wissen. Dieses Wissen ist dann alles andere als theoretisch und kann einen Unterschied im Leben der Betroffenen machen.
Warst Du immer schon neugierig? Definitiv – und diese Haltung ist toll für die Forschung. Man darf sich nicht mit oberflächlichen Erklärungen zufriedengeben. Vieles wirkt auf den ersten Blick offensichtlich, doch oft sind Zusammenhänge komplexer als gedacht. Neugier bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen – und sich von den Antworten verändern zu lassen. Genau das liebe ich an der Wissenschaft: Sie ermöglicht es uns, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.
Wieso fehlen in eurer Teamküche immer Tassen? Ach, die Tassen! Die führen ein Eigenleben – einmal losgeschickt, um guten Kaffee zu holen, kehren sie oft nicht zurück. Manche vermuten ein schwarzes Loch in der Spülmaschine, andere glauben, sie haben sich mit den Druckern verbündet: Beide sind nie da, wenn man sie braucht, und wenn man sie sucht, tun sie, als hätten sie nie existiert. Fakt ist: Unsere Tassen wandern – genau wie unser Wissen.
Was würdest Du gerne einmal herausfinden? Wie wir Brücken bauen können – zwischen Forschung und Praxis, Wissenschaft und Politik. Oft bleibt Wissen in der eigenen Fachwelt gefangen, obwohl wir so viel voneinander lernen könnten. Wenn es gelingt, Wissen zu teilen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, können wir nicht nur die Versorgung verbessern, sondern stärken auch die Stimme dieser Kinder und ihrer Familien.
Was magst Du am liebsten am Kinderpalliativzentrum? Die Zusammenarbeit ist auf Augenhöhe. Hier gibt es keine starren Hierarchien, sondern ein echtes Miteinander der verschiedenen Disziplinen – jeder bringt seine Expertise ein- aber noch wichtiger: Wir lernen voneinander. Die Stärken jedes Einzelnen werden gesehen und genutzt.
Unser Jubiläums-Magazin “BLICKWECHSEL”