15 Jahre – 15 Menschen: Im Jahr 2025 feierte das Kinderpalliativzentrum Datteln 15-jähriges Jubiläum. In diesem Rahmen erschien die erste Ausgabe unseres neuen Magazins „BLICKWECHSEL“, in dem 15 Menschen unsere Geschichte erzählen.
Seit über 20 Jahren bieten wir Zusatzweiterbildungen, Workshops und Webinare in der pädiatrischen Palliativversorgung und Kinderschmerztherapie an sowie den einzigen multiprofessionellen Fachkongress – die Dattelner Kinderschmerztage. Unser Ziel ist es, miteinander und voneinander zu lernen, sich zu vernetzen und so einen Beitrag zur Versorgung schwerkranker Kinder zu leisten.
Was ist das Wichtigste, was Du in der Palliativfortbildung gelernt hast? Es geht nur zusammen. Palliativversorgung funktioniert nur im Team. Und das spiegelt unsere multiprofessionelle Zusammensetzung in der Weiterbildung wider. Trotz ernster Themen bleibt immer Raum für Humor.
Warum findet Du Kloppo (Jürgen Klopp) so gut? Kloppo ist der lebende Beweis, dass man mit Leidenschaft, Humor und einer Brille, die immer ein bisschen schief sitzt, die Herzen der Menschen erobern kann. Aber vor allem: Er macht aus 11 Individualisten eine echte Einheit. Bei ihm wird aus „Ich“ immer „Wir“. Es geht nur zusammen!
Was hast Du in deiner beruflichen Laufbahn gelernt? Demut gegenüber dem Leben. Gegenüber manchen Schicksalsschlägen relativiert sich doch einiges. Daher versuche ich, die großen sowie kleinen Herausforderungen als Chancen zu sehen. Ob es immer gelingt, weiß ich natürlich nicht.
Was ist für Dich das Schönste bei den Dattelner Kinderschmerztagen? Es geht nur zusammen! Das Schönste an den DKST ist für mich definitiv die Teamarbeit, auch mit unseren wirklich sehr netten nationalen und internationalen Kooperationspartner:innen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie aus vielen kleinen Puzzleteilen ein so großartiger Kongress entsteht. Die Mischung aus fachlichem Austausch und Gemeinschaft machen die DKST einzigartig – und natürlich die legendäre Party, bei der alle feiern und sogar tanzende Professoren zu sehen sind!
Welchen Promi würdest du unbedingt mal in einer Fortbildung begrüßen? Johann Wolfgang von Goethe und Jalal ad-Rumi (Mevlana) – zwei herausragende Denker, deren Werke zeitlose Werte wie Toleranz, Wertschätzung und menschliche Verbundenheit vermitteln – heute relevanter denn je. Goethe hat mit seinem West-östlichen Divan eine Brücke zwischen westlicher und östlicher Kultur geschlagen und sich intensiv mit kultureller Vielfalt und Dialog auseinandergesetzt. Rumi, der große Mystiker und Poet, lehrte in seinen Versen Liebe, Mitgefühl und eine tiefgründige spirituelle Sicht auf Leben und Tod. Gerade in der Palliativweiterbildung sind diese Werte essenziell: Toleranz, Respekt und Empathie im Umgang mit Menschen in herausfordernden Lebenssituationen
Unser Jubiläums-Magazin „BLICKWECHSEL“