15 Jahre – 15 Menschen: Im Jahr 2025 feiert unser Kinderpalliativzentrum 15-jähriges Jubiläum! In unserem Jubiläumsmagazin BLICKWECHSEL beantworten 15 Menschen aus 15 unterschiedlichen Bereichen kurzweilige Fragen. Heute ist hier Siggi Thiemann vom Freundeskreis Kinderpalliativzentrum Datteln e.V. an der Reihe.
Für Siggi Thiemann ist ihre Tätigkeit im Freundeskreis eine runde Sache: Seit 10 Jahren macht sie sich zusammen mit ihren Kolleginnen dafür stark, Familien mit einem schwerkranken Kind eine Stimme zu geben. Denn Spenden sind für viele Versorgungsangebote zwingend notwendig, schon immer, nach wie vor – und auch in Zukunft.
Was begeistert Dich an unseren Spender:innen?
Oh, eine Menge. Dass sie uns über Jahre die Treue halten, kreative Spendenaktionen auf die Beine stellen oder Berührungsängste überwinden und uns besuchen kommen. Sie helfen einfach, weil es für sie selbstverständlich ist. Wir haben oft – ohne uns vorher zu kennen – so herzliche und schöne Begegnungen und Gespräche, ob am Telefon, bei Führungen oder bei Festen.
Wie viele Führungen hast Du schon gemacht?
Viele, sicher im dreistelligen Bereich. Aber jede Führung ist anders, und das finde ich spannend. Mein Wunsch ist, dass sich die Besucher:innen bei uns wohlfühlen und mit einem guten Gefühl heimkehren, besonders wenn sie vorher Bedenken hatten.
Was ist dein letzter Gedanke am Ende des Tages?
Ich frage mich oft drei Dinge, die ich mir an meinem 50. Geburtstag bewusst vorgenommen habe: Habe ich heute mindestens einmal herzlich gelacht? Habe ich jemanden zum Lächeln gebracht? Und habe ich eine kleine gute Tat vollbracht? Und dann freu ich mich, wenn mein persönlicher Dreiklang an diesem Tag geklappt hat. Ist oft, aber natürlich nicht immer der Fall!
An welche Begegnungen mit Unterstützer:innen erinnerst du dich besonders gern?
An sehr viele! Besonders an einen älteren Herrn, der uns schon viele Jahre unterstützte. Eines Tages stand er dann vor unserer Tür – mit einem selbstgebackenen Eierlikörkuchen „für die Damen“ nach einem Rezept seiner verstorbenen Frau. Daraus wurde eine nette Tradition: Er kam unangekündigt mit dem Bus, brachte seinen Kuchen mit, blieb auf einen kurzen Plausch und verabschiedete sich stets mit einem Witz. Seine Besuche haben uns sehr gerührt.
Welche ungewöhnlichen Dinge hast Du auf Deinem Schreibtisch?
Gar nicht mal so viele. Aber meist habe ich so ein „Gute-Laune-Spray“ vor mir stehen. Wenn meine eigene Stimmung oder die meiner Kolleginnen mal nicht so gut ist, dann sprüh ich uns einfach welche. Der kleine Frischekick tut gut!
Was möchtest Du der Welt erzählen?
Dass jeder Tag etwas Gutes bereithalten kann! Das lerne ich hier immer wieder. Die kleinen Dinge zählen, die guten Momente, die Lichtblicke, die wir für andere schaffen und für die wir selbst offen sind. Beeindruckend, wie Eltern das hier vorleben.
Unser Jubiläums-Magazin “BLICKWECHSEL”