Aktuelle Nachrichten rund um das Jubilumsjahr

Münsteraner IT-Unternehmen GWS hilft gleich zweifach

Doppelt Grund zur Freude hatte diese Woche Nicole Sasse vom Freundeskreis. Christa Merten und Liane Heimann von der GWS überreichten ihr einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 1.000,00 Euro. Die Spende tätigte die GWS anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Kinderpalliativzentrums, das digital gefeiert wurde.

Und nicht nur den Spendenscheck hatte die GWS im Gepäck. Die beiden brachten den Familien kleine Leckereien mit und für das Freundeskreis-Team gleich vier praktische Headsets. Darüber freute sich Nicole Sasse sehr, denn derzeit trifft sich das Freundeskreis-Team oft per Videokonferenz im Homeoffice. Dies geht nun künftig viel besser dank der neuen Headsets, die die GWS ebenso spendete.

Eine Führung über die Station Lichtblicke ist coronabedingt derzeit leider nicht möglich. Im Garten des Kinderpalliativzentrums stellte Nicole Sasse vom Freundeskreis den Mitarbeiterinnen unsere Einrichtung  vor und dankte der GWS Münster für die wertvolle Hilfe in besonders herausfordernden Zeiten. Und auch Christa Merten und Liane Heimann fuhren nicht mit leeren Händen heim. Ein Stück unseres eigenen Wimmelstoffes, der das Kinderpalliativzentrum mit all seinen vielfältigen Facetten zeigt, ging mit auf die Reise zurück nach Münster und ziert vielleicht künftig dort die Räumlichkeiten der GWS.

Wir schicken einen herzlichen Gruß und Dank nach Münster!

Auf dem Foto v. l.: Christa Merten (GWS Münster), Nicole Sasse (Freundeskreis), Liane Heimann (GWS Münster)

Lions Club Stever-Lippe: Lady-Lions helfen tatkräftig

Anfang Februar veranstaltete der Lady Lions Club eine musikalische Lesung im Bürgersaal im Alten Rathaus in Werne. Der Erlös aus der gutbesuchten Veranstaltung in stilvoller Atmosphäre war für das Kinderpalliativzentrum in Datteln bestimmt.

 Der Einladung nach Werne folgte der Freundeskreis gerne und so stellte Sigrid Thiemann aus dem Freundeskreis-Team an dem Abend den Gästen auch kurz die Arbeit des Kinderpalliativzentrums vor. Der Gegeneinladung nach Datteln folgten nun einige Damen des Clubs und brachten bei ihrem Besuch einen symbolischen Spendenscheck über 1.000,00 Euro mit. Über diese schöne Hilfe  freuen wir uns sehr. Wir danken allen Beteiligten, die diesen Lichtblick mit ihrem Engagement möglich gemacht haben!

Auf dem Foto v. l.:  Sigrid Thiemann (Freundeskreis), Martina Schmidt von Boeselager, Birgit Brauch und Claudia Wulf (alle Lions Club Stever-Lippe Lady-Lions)

Kreativ und individuell – Lichtblicke bedeutet für mich …

 L I C H T B L I C K E – was bedeutet das für mich? Einige haupt- und ehrenamtliche Kolleginnen schnappten sich jeweils einen Buchstaben aus dem Wort „Lichtblicke“ und brainstormten fleißig, was ihnen zu genau diesem Buchstaben einfällt. Das Ergebnis sehen Sie hier, ein kreatives Glückwunschvideo zu unserem 10-jährigen Jubiläum.

Wir vermissen unsere ehrenamtlichen Helfer auf der Station. Wegen des Coronavirus sind sie zum Schutze aller aktuell nicht im Einsatz. Umso schöner, dass sie uns aus der Ferne auf diese Weise nah sind!

Wir freuen uns über 10 Jahre Kinderpalliativversorgung in Datteln

Ein bisschen feiern muss sein, auch in Coronazeiten! Mit der leckeren Geburtstagstorte hat uns heute die Bäckerei Geiping überrascht. Von Beginn an steht uns das Unternehmen aus Lüdinghausen zur Seite. Darum freuen wir uns über diese herzliche Geste ganz besonders. Danke dafür!

Unser Team hat den Kuchen soeben feierlich unter dem gebührenden Corona-Abstand angeschnitten. Aus der großen Kaffeetafel, die die Bäckerei auf unserem Jubiläumsfest am 6. Juni ausrichten wollte, wird ja leider vorerst nichts. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Viele herzliche Grußbotschaften und gute Wünsche haben uns erreicht: Von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, den Helfern der ersten Stunde wie der Deutschen Krebshilfe und der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, von Inka Bause als Patin des RTL-Spendenmarathons, weiteren prominenten Unterstützern wie Eckhard von Hirschhausen, Torsten Sträter und vielen vielen mehr.

Sie alle lassen uns spüren, wie viel Wertschätzung dem Kinderpalliativzentrum entgegengebracht wird. Besonders freuen wir uns über die lieben Worte einiger Patienten und ihrer Familien – zeigen sie doch, dass unsere Vision einer umfassenden Kinderpalliativversorgung Wirklichkeit geworden ist. Wie es zu der Entstehung des Kinderpalliativzentrums kam, lesen Sie bereits in unserer Chronik, die wir nach und nach erweitern. Sie werden erfahren, was hier in den vergangenen zehn Jahren seit der Eröffnung des Hauses erlebt und entwickelt wurde – von der Aufnahme der ersten Patientin Judith bis hin zum bald beginnenden Erweiterungsbau auf dem Dach des Kinderpalliativzentrums.

Wir führen unsere Chronik weiter fort, erstellen aktuelle Blogbeiträge aus den einzelnen Versorgungsbereichen für Sie und nehmen Sie auf unseren Social Media Kanälen mit in unseren Alltag. Seien Sie gespannt!

 

 

 

 

 

Videobotschaft von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey wählt in ihrer sehr persönlichen Botschaft berührende Worte: „Das Team im Kinderpalliativzentrum Datteln hilft. Sie sind mit dem ganzen Herzen dabei. Mit Ihrer Einrichtung sind Sie ein Geschenk – nicht nur für das Ruhrgebiet! Danke für Ihre tolle Arbeit und vielen Dank für das Engagement. Bitte machen Sie weiter so!“

Die Worte der Ministerin machen Mut, gerade jetzt!

Videobotschaft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterstreicht in seiner Grußbotschaft den immensen Stellenwert einer optimalen Kinderpalliativversorgung: „Wenn ein Kind schwer krank ist, ist das für niemanden leicht. Darum ist es ungeheuer wichtig, Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern Unterstützung zu geben und für sie da zu sein. Aber es geht auch darum, die Kinder bestmöglich medizinisch zu versorgen.“

2010: Der Tag der feierlichen Eröffnung ist gekommen!

Chronik Teil 1/10: Die Pädiatrische Palliativversorgung in den Kinderschuhen…

Stärke, Hoffnung, Zeit, Träume, Kraft und Mut – das wünschten die Kinder des benachbarten AWO-Kindergartens den Familien und dem Team um Prof. Zernikow zur Eröffnung des Kinderpalliativzentrums vor nunmehr 10 Jahren.

Die gelben Sterne haben bis heute ihren festen Platz im Lebensraum des Kinderpalliativzentrums. Sie erinnern an einen ganz besonderen Tag im April 2010, der Tag der feierlichen Eröffnung des Kinderpalliativzentrums!

Den Tag eröffnete der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn mit einem feierlichen Gottesdienst.

Die Zunahme an Lebensqualität durch die Arbeit der Kinderpalliativstation und die Reflexion eigener, trostspendender Hoffnungsbilder erlauben es, die Eröffnung einer Kinderpalliativstation zu feiern. (Bischof Felix Genn)

Prof. Boris Zernikow begrüßte anschließend auf dem Klinikgelände die zahlreichen Gäste.

Es ist toll, dass hier nun Wirklichkeit wird, was wir so dringend brauchen: Einen geschützter Ort, an dem lebenslimitierend erkrankte Kinder und ihre Familien wirkliche Unterstützung erfahren, die sie benötigen, um die kostbare verbleibende Zeit, die ihnen bleibt, so gut und so bewusst wie möglich miteinander zu verbringen. (Boris Zernikow)

Zu den offiziellen Teilnehmern des anschließenden Festaktes zählten neben Bischof Genn auch der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef-Laumann.

Das ist ein guter Tag für NRW. Dieser Standort ist einer unserer Leuchttürme in der medizinischen Landschaft. (Minister Karl-Josef Laumann)

RTL-Moderatorin Inka Bause, die bis heute dem Kinderpalliativzentrum als Schirmherrin treu und zuverlässig zur Seite steht, kam extra aus Berlin herbeigeeilt. Einen kleinen Einblick in die Gedanken von Inka zur Eröffnung des Kinderpalliativzentrums liefert der folgende Filmschnipsel.

Fotos: Britta Radike

 

 

2009: Vom ersten Spatenstich bis zum Richtfest – Das Kinderpalliativzentrum wächst.

Chronik Teil 1/9: Die Pädiatrische Palliativversorgung in den Kinderschuhen…

 

Weil es die erste Einrichtung seiner Art ist, gibt es noch keine Vorbilder. Vieles ist auf dem Papier erdacht und setzt theoretische Annahmen voraus. Wird sich das detailreich erarbeitete Konzept bewähren?

Hier entsteht etwas Großes für Menschen, die verletzlich und schwach sind und sich oft sehr klein fühlen. In besonderen Räumen und mit geschulten Mitarbeitern werden wir in der Lage sein, den Kindern und ihren Familien effektiv zu helfen. (Boris Zernikow)

Der Bau ist als lichtdurchflutetes Halbrund geplant. Es soll ein Haus mit Wohlfühlcharakter werden, das die technischen Voraussetzungen einer Intensivstation mit wohnlichem Komfort für die ganze Familie vereint – wird die Station Lichtblicke doch für viele Familien mit einem schwerstkranken Kind ein „Zuhause auf Zeit“ oder auch das letzte Zuhause des Kindes sein.  Das Farbkonzept der Künstlerin Andrea Behn aus Herdecke sorgt für eine warme und freundliche Atmosphäre. Die acht Patientenzimmer sind nach Süden ausgerichtet und verfügen jeweils über einen separaten Zugang zum geschützten Palliativgarten. Für die Eltern und Geschwister wird es in der ersten Etage fünf Familien-Appartements geben – Orte des Rückzugs ganz in der Nähe der pädiatrischen Palliativstation. Und auch an die Versorger wird gedacht. Büros sowie Räumlichkeiten zur Weiterbildung sollen in der 1. Etage des Hauses ihren Platz finden.

Der Wert einer Gesellschaft wird sich immer daran messen lassen müssen, wie sie mit denen umgeht, denen es am schlechtesten geht. (MdB Ulla Schmidt)

Noch kurz vor Weihnachten 2008 kann mit dem 1. Spatenstich, bei dem auch Karl-Josef Laumann, damals Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen im Kabinett Rüttgers, tatkräftig mit anpackt, der Startschuss für den Bau des Kinderpalliativzentrums fallen. 2009 wird das Jahr des Bauens und konkreten Umsetzens. Im Beisein der damaligen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die dem Kinderpalliativzentrum bis heute als Fördermitglied des Freundeskreises treu zur Seite steht, feiert Prof. Boris Zernikow gemeinsam mit seinem Mentor, dem damaligen ärztlichen Leiter der Klinik Prof. Dr. Werner Andler, und über 500 Gästen im September 2009 das Richtfest.

Heute ist Datteln die Hauptstadt der Kinderpalliativmedizin. (Prof. Dr. Werner Andler )

 

Hier geht es zu unserer Chronik…

 

2008: Eine Vision wird Wirklichkeit – mit einem wahren Spendenmarathon!

Chronik Teil 1/8: Die Pädiatrische Palliativversorgung in den Kinderschuhen…

Es beginnt mit einem politischen Paukenschlag: Aufgrund des neuen Krankenhausgestaltungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (KHGG NRW) vom 11. Dezember 2007 fällt die bereits fest eingeplante Einzelförderung für den Bau des Kinderpalliativzentrums durch das Land NRW der neuen Verordnung über die pauschale Krankenhausförderung (PauschKHFVO) des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen zum Opfer.

Stattdessen wird zum Jahresbeginn 2008 als Ersatz für die bisherige Einzelförderung eine Baupauschale eingeführt. Das Aus für den bereits durchgeplanten Bau des Kinderpalliativzentrums? Mitnichten! An Aufgeben ist jetzt nicht mehr zu denken …

Dank der großzügigen Förderungen durch die Deutsche Krebshilfe, der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern und der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW kann ein neuer finanzieller Grundstein für den Bau des Kinderpalliativzentrums gelegt werden. Mit dem bundesweit ausgestrahlten RTL-Spendenmarathon im November 2008 erfährt das Kinderpalliativzentrum unter der Patenschaft von Sängerin und Moderatorin Inka Bause zudem eine große Öffentlichkeit. Bis heute ist Inka Bause der Eirichtung als Schirmherrin und Unterstützerin eng verbunden. Hinzu kommen mehr als 1.500 Einzelspenden von Unternehmen und Privatpersonen vornehmlich aus der Region. Über 6,5 Millionen Euro ermöglichen so den Bau und auch die Inbetriebnahme.

Mit der bereits 2007 ins Leben gerufenen Leben Jetzt Stiftung des Stifters Reinhard Nitsche aus Recklinghausen bekommt das Kinderpalliativzentrum seine erste eigene Unterstützerorganisation an die Seite gestellt. Mit ihren jährlichen Zinserträgen ist sie bis heute eine wichtige Stütze.

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2008: Weltweit erster Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke

Chronik Teil 1/7: Die Pädiatrische Palliativversorgung in den Kinderschuhen…

Das Lehrstuhl-Team (v.l.n.r.): : Uta Damschen, Bettina Hübner-Möhler, Carola Hasan, Tanja Hechler, Christine Wamsler, Andrea Menke, Michael Dobe, Boris Zernikow, Wilma Henkel, Ursula Elsner, Sandra Schröder

Prof. Dr. Boris Zernikow erhält im November 2008 den Ruf auf den weltweit ersten Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke.

Unser Ziel ist es, durch die Einrichtung des Lehrstuhles das international renommierte Kompetenzzentrum für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativversorgung zum Wohle der betroffenen Kinder langfristig im deutschen Hochschul- und Gesundheitswesen zu verankern. ( Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung)

Im in Heidelberg ansässigen Springer-Verlag erscheint die erste Auflage des von Zernikow herausgegebenen Lehrbuchs „Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen“. In dem Band sind ausgehend vom Dattelner Curriculum für die Palliativmedizin alle wichtigen Kenntnisse für die pädiatrische Palliativversorgung zusammengefasst: vom historischen Hintergrund bis zu konkreten Handlungsanweisungen. Anhand zahlreicher Fallbeispiele werden Epidemiologie, Symptomkontrolle und Schmerztherapie, aber auch ethische und rechtliche Aspekte, Todesvorstellungen von Kindern sowie die Begleitung von Familienangehörigen erörtert.

Das Forschungsprojekt PATE nimmt gezielt die Optimierung der palliativen Versorgung von krebskranken Kindern in den Blick – ein bis dato vernachlässigtes Thema. Für Teile des Projekts erhält das Kinderpalliativteam in Datteln den Förderpreis Palliativmedizin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

 

Freuen sich über die Anerkennung (v.l.n.r.): Tanja Hechler, Andrea Menke, Dörte Garske, Boris Zernikow