Aktuelle Nachrichten rund um das Jubilumsjahr

Grußwort von Minister Karl-Josef Laumann

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Professor Zernikow,

zum zehnjährigen Bestehen des integrierten Kinderpalliativzentrums an der Vesti­schen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Herdecke gratuliere ich Ihnen, allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den vielen· Unterstützerinnen und Unterstützern recht herzlich.

Trotz eines hohen medizinischen Standards können manche Krankheiten leider nur gelindert, aber nicht geheilt werden. In Deutschland leben ca. 23.000 Kinder und Ju­gendliche mit lebensbedrohlichen und lebenslimitierenden Erkrankungen. Oft trägt die ganze Familie die hohe Belastung der Pflege und der Versorgung, immer mit dem Wissen um die Endlichkeit des Lebens und des möglichen Abschiednehmens.

Das Kinderpalliativzentrum war vor 10 Jahren die erste stationäre Einrichtung – nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern in Europa, die sich eine ganzheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit lebenszeitverkürzenden Erkrankungen und die Be­treuung ihrer Familien zum Ziel gesetzt hat. Im Kinderpalliativzentrum Datteln werden heute junge Patientinnen und Patienten sowohl ambulant als auch stationär auf einer 8-Betten Station mit Übernachtungsmöglichkeiten für die ganze Familie von einem multiprofessionellen Team versorgt. Neben der Schmerz- und Symptomlinderung, der konservativen wie operativen Versorgung und der Stabilisierung in Krisensituationen, erhalten die Patientinnen und Patienten und ihre Familien auch Unterstützung in see­lischer und emotionaler Hinsicht. Familien aus dem gesamten Bundesgebiet vertrauen der Expertise des Kinderpalliativzentrums.

Gerne habe ich den Weg des Palliativzentrums in den letzten 10 Jahren von den ersten Planungen über ein Modellprojekt zur landesweit flächendeckenden ambulanten Pal­liativversorgung von Kindern und Jugendlichen bis hin zur heutigen national und inter­national angesehenen Klinik begleitet. Heute ist das Kinderpalliativzentrum in Datteln Motor und wichtiger Kooperationspartner in der ambulanten und stationären Behand­lung von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen. Besonders hat mich ge­freut, dass ich 2018 im Rahmen der Krankenhausinvestitionsförderung der Dattelner Klinik rund 6,5 Millionen € für den Erweiterungsbau für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativversorgung zusagen konnte.

Es ist eine besondere und sicherlich auch eine fordernde Aufgabe, Menschen in einer schwierigen Zeit ihres Lebens zu begleiten. Deswegen möchte ich mich ganz herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zentrums für Ihren engagierten und ausdauernden Einsatz bedanken. Ich bin dankbar, dass Kinder und Jugendliche in Ihrer Einrichtung Liebe und Fürsorge erfahren und wünsche Ihnen für Ihre weitere Ar­beit Gottes Segen.

Ihr

Minister Karl-Josef Laumann

 

 

Grußwort von Bischof Dr. Felix Genn

Bistum Münster

Bischof Genn Grußwort Kinderpalliativzentrum Datteln

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

vor 10 Jahren, im April 2010, durfte ich die Eröffnung des Kinderpallialivzentrums an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Herdecke leiten und das neuerrichtete Haus einsegnen.
In den vergangen 10 Jahren hat das damals deutschlandweit erste Kinderpalliativzentrum seine segensreiche Tätigkeit voll entfaltet. Schwerstkranke Kinder und ihre Familien werden in ihrer schwierigen Lebenssituation durch die unterschiedlichen Angebote des Zentrums umfassend begleitet und unterstützt.

Meine Hochachtung und mein Dank gilt den Menschen, die sich mit ihrer jeweiligen Kompe­tenz hier ganz einbringen, um Kindern und ihren Familien zu helfen. Mein Dank gilt auch denen, die durch ihre großherzigen Spenden Angebote ermöglichen, die den betroffenen Kindern und Jugendlichen und ihren Familien das Leben erleichtern, die aber von den Krankenkassen nicht refinanziert werden.

Dem Palliativzentrum insgesamt wünsche ich, dass es seine fruchtbare Tätigkeit, auch in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen, insbesondere für den Krankenhausbereich, gesichert weiterführen kann.

Ich wünsche den Kindern und Jugendlichen, die hier Versorgung finden, ihren Familien und Angehörigen, den pflegerisch, ärztlich und therapeutisch Tätigen alles Gute und Gottes Segen.

Ihr Bischof,

Felix Genn