Wir freuen uns über 10 Jahre Kinderpalliativversorgung in Datteln

Ein bisschen feiern muss sein, auch in Coronazeiten! Mit der leckeren Geburtstagstorte hat uns heute die Bäckerei Geiping überrascht. Von Beginn an steht uns das Unternehmen aus Lüdinghausen zur Seite. Darum freuen wir uns über diese herzliche Geste ganz besonders. Danke dafür!

Unser Team hat den Kuchen soeben feierlich unter dem gebührenden Corona-Abstand angeschnitten. Aus der großen Kaffeetafel, die die Bäckerei auf unserem Jubiläumsfest am 6. Juni ausrichten wollte, wird ja leider vorerst nichts. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Viele herzliche Grußbotschaften und gute Wünsche haben uns erreicht: Von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, den Helfern der ersten Stunde wie der Deutschen Krebshilfe und der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, von Inka Bause als Patin des RTL-Spendenmarathons, weiteren prominenten Unterstützern wie Eckhard von Hirschhausen, Torsten Sträter und vielen vielen mehr.

Sie alle lassen uns spüren, wie viel Wertschätzung dem Kinderpalliativzentrum entgegengebracht wird. Besonders freuen wir uns über die lieben Worte einiger Patienten und ihrer Familien – zeigen sie doch, dass unsere Vision einer umfassenden Kinderpalliativversorgung Wirklichkeit geworden ist. Wie es zu der Entstehung des Kinderpalliativzentrums kam, lesen Sie bereits in unserer Chronik, die wir nach und nach erweitern. Sie werden erfahren, was hier in den vergangenen zehn Jahren seit der Eröffnung des Hauses erlebt und entwickelt wurde – von der Aufnahme der ersten Patientin Judith bis hin zum bald beginnenden Erweiterungsbau auf dem Dach des Kinderpalliativzentrums.

Wir führen unsere Chronik weiter fort, erstellen aktuelle Blogbeiträge aus den einzelnen Versorgungsbereichen für Sie und nehmen Sie auf unseren Social Media Kanälen mit in unseren Alltag. Seien Sie gespannt!

 

 

 

 

 

Videobotschaft von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey wählt in ihrer sehr persönlichen Botschaft berührende Worte: „Das Team im Kinderpalliativzentrum Datteln hilft. Sie sind mit dem ganzen Herzen dabei. Mit Ihrer Einrichtung sind Sie ein Geschenk – nicht nur für das Ruhrgebiet! Danke für Ihre tolle Arbeit und vielen Dank für das Engagement. Bitte machen Sie weiter so!“

Die Worte der Ministerin machen Mut, gerade jetzt!

Videobotschaft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterstreicht in seiner Grußbotschaft den immensen Stellenwert einer optimalen Kinderpalliativversorgung: „Wenn ein Kind schwer krank ist, ist das für niemanden leicht. Darum ist es ungeheuer wichtig, Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern Unterstützung zu geben und für sie da zu sein. Aber es geht auch darum, die Kinder bestmöglich medizinisch zu versorgen.“

In Gedenken an Prof. Dr. Werner Andler

Prof. Werner Andler mit Boris Zernikow beim Richtfest des Kinderpalliativzentrums im Jahr 2010.

„Genau gesehen haben wir uns noch alle Tage zu reformieren …

… man muss sich immerfort verändern, erneuern, verjüngen,

um nicht zu verstocken.“

Johann Wolfgang von Goethe

 

Fast ein Viertel Jahrhundert  lang – von 1986 bis ins Jahr 2010  – war Prof. Dr. Werner Andler Ärztlicher Direktor der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln. Seit 1994 gestaltete er zudem als Lehrstuhlinhaber an der Universität Witten/Herdecke die studentische Ausbildung und pädiatrische Forschung. Besonders beeindruckt hat er Studierende, Ärzte in der Ausbildung und erfahrene Kollegen durch sein enormes Fachwissen, seine politische Weitsicht und die kompromisslos liebevolle Zuwendung zu Kind und Familie.

Mit schwäbischem Charme stellte er das Wohl des Kindes und der Familie immer an die erste Stelle. Er nahm dabei manche scheinbar unüberwindbare bürokratische Hürde. Werner Andler hat uns vorgelebt und als ein Vermächtnis hinterlassen, dass die Kinderheilkunde und die Vestische Kinder- und Jugendklinik dem Wohl und der Würde eines jeden einzelnen Kindes und seiner Eltern dienen. Nach schwerer Krankheit verstarb Werner Andler am Mittwoch, den 5. Juni 2013. In tiefer Verbundenheit und großer Dankbarkeit denken wir an einen wirklichen Menschenfreund, einen Anwalt für kranke Kinder, den charmanten, liebenswerten, geistreichen und dabei immer so bescheidenen Menschen, Prof. Dr. Werner Andler.

Ohne Ihn, der heute vor sieben Jahren verstorben ist, gäbe es das Kinderpalliativzentrum nicht. Er war unser Spiritus rector! In Gedenken an ihn haben wir den Garten vor dem Deutschen Kinderschmerzzentrum mit seinen Lieblingspflanzen gestaltet als unseren Werner Andler Garten.

Sea-Eye bringt uns am Donnerstag Musik in unsere Wohnzimmer!

 

Die Organisation Sea-Eye e. V. ist eine zivile Hilfsorganisation, die mit ihrem Rettungsschiff ALAN KURDI geflüchtete Menschen aus Seenot aufnimmt. Und in dieser besonderen Coronazeit  macht sie sich unter dem Motto: Helfen, global und lokal mit ihrer Aktion „Ein gutes Viertel“ zudem auf den Weg, Spenden für die gute Sache zu sammeln.

Das Besondere  daran – auch wir dürfen an diesem Donnerstag, den 28. Mai, als Spendenempfänger dabei sein! Um 14 Uhr gibt es im Livestream auf www.dasguteviertel.org und auf Facebook eine Viertel-Stunde richtig gute Musik aus Afrika, die dazu einlädt, einfach mal zu entspannen und die Corona-Krise eine Weile zu vergessen. Wir freuen uns sehr auf das exklusive Benefizkonzert von Eric Wainaina aus Kenia für „DasGuteViertel“. Die Aktion unterstützt dabei sowohl die Rettungseinsätze von Sea-Eye auf dem Mittelmeer und die Einsätze des Vereins German Doctors, aber auch den auftretenden Musiker und eine Hilfsorganisation, in diesem Fall den Freundeskreis Kinderpalliativzentrum Datteln e.V.. Mehr Infos und wie die Spende das Kinderpalliativzentrum anschließend erreicht, finden Sie auf www.dasguteviertel.org.

Wir freuen uns schon auf das Konzert von Eric Wainaina. Seien Sie auch dabei am Donnerstag, genießen die Musik des preisgekrönten kenianischen Sängers und Songwriters und unterstützen dabei mit Ihrer Spende das Kinderpalliativzentrum!

 

Wie alles entstand – Unsere Chronik wächst weiter!

Vodafone Stiftungsinstitut Einweihung Zernikow Laumann Bischof Genn Andler

Einweihung des Vodafone Stiftungsinstituts für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin im Jahr 2006

 

So viel ist vorbereitend geschehen, bis das Kinderpalliativzentrum vor zehn Jahren seine Türen für schwerstkranke Kinder und ihre Familien öffnen konnte. Und auch das ist spannend zu erfahren!

Seit einigen Wochen schon gehen wir auf unserer Website auf eine Reise in die Vergangenheit. Auf unserer Jubiläumsseite gibt es neue Beiträge in unserer Chronik. Zum Beispiel, wann Prof. Zernikow den Ruf auf den weltweit ersten Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke erhielt. Schaut mal vorbei!

Hier geht es in unserer Chronik weiter…

v.l.n.r. im Bild: Dr. Boris Zernikow, Weihbischof Josef Voß, NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, und der Ärztliche Klinikdirektor Prof. Dr. Werner Andler (†) 

Verstärkung für unser Team gesucht!

Wir sind regelmäßig auf der Suche nach engagierten Kollegen, die Lust auf eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem verlässlichen Team haben.

 

Verstärkung für unser Team des Kinderpalliativzentrums:

Wir suchen neue Kollegen auf der pädiatrischen Palliativstation „Lichtblicke“.

Zum Stellenangebot Heilerziehungspfleger (m/w/d)

 

Verstärkung im SAPV-Team des Kinderpalliativzentrums:

Gesucht werden neue Kollegen für die Arbeit in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV).

Zum Stellenangebot Facharzt für Pädiatrie, Allgemeinmedizin oder Anästhesie (m/w/d)

 

Verstärkung im Deutschen Kinderschmerzzentrum und im Kinderpalliativzentrum:

Wir suchen neue Kollegen, die neugierig und offen sind für die pädiatrische Palliativversorgung und die Arbeit in einem multiprofessionellen Team.

Zum Stellenangebot Facharzt für Pädiatrie (m/w/d)

 

 

 

 

Sichere stationäre Kinderpalliativversorgung  – auch mit Corona-Infektion

In den vergangenen Wochen haben wir mehrere Kinder und Jugendliche aufgenommen mit dem Verdacht auf eine Coronavirusinfektion (Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2).

Die Hygieneregeln bei der Versorgung dieser Kinder wurden wie bei nachgewiesener Infektion mit dem Sars-CoV-2 eingehalten, bis der Verdacht durch eine negative Testdiagnostik ausgeschlossen werden konnte. Wir waren also gut vorbereitet, hatten die Station umgerüstet in 3 „Coronazimmer“, die wir durch Schleusen begehen und in denen wir bis zu 4 Kinder mit einer COVID-19 Infektion (so nennt man die Lungenerkrankung, die durch das SARS-CoV-2 ausgelöst wird) behandeln könnten. In den übrigen 4 Zimmern haben wir Kinder und Jugendliche ohne Verdacht auf eine Coronavirusinfektion  versorgt.  Weil aber für viele Patienten mit leidvollen Symptomen eine ambulante Palliativversorgung nicht ausreichte und sie einer stationären Behandlung bedurft hätten, außerdem kein Kind bisher an Covid-19 erkrank war, beschlossen wir vor 2 Wochen, wieder in allen Patientenzimmer Kinder aufzunehmen und keine Zimmer mehr für eventuell coronainfizierte Kinder freizuhalten.

Kaum war diese Entscheidung getroffen worden, erkrankte die erste kleine Patientin, die von unserem ambulanten  Kinderpalliativteam zuhause versorgt wird, an dem neuen Corona-Virus Sars-CoV-2. Mit einer bestätigten COVID-19 bedurfte sie einer stationären Behandlung. Die Versorgung geschieht – wenn immer das möglich ist – durch ein zweites Pflegeteam, welches getrennt arbeitet, um das Risiko von Ansteckungen im Team zu verringern. Natürlich tragen alle von uns persönliche Schutzkleidung bei Betreten des Zimmers (siehe Foto). Wir haben ein sehr gut ausgearbeitetes Hygienekonzept, um einerseits die mit Sars-CoV-2 infizierten Kinder und Jugendlichen optimal betreuen und andererseits andere Patienten und Patientinnen, deren Eltern und alle Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen. Die pädiatrische Palliativversorgung auf der Station Lichtblicke ist sicher – auch in Zeiten von Corona.

Neues Corona-Update von Prof. Boris Zernikow

Wie geht es in der Versorgung weiter? Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf das Stationsleben?

Prof. Boris Zernikow (Chefarzt, Leiter des Kinderpalliativzentrums) berichtet über den aktuellen Stand bei uns im Kinderpalliativzentrum.

10 Jahre Kinderpalliativzentrum – Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise

Das Kinderpalliativzentrum feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag!

Seit 10 Jahren kümmert sich hier in Datteln ein multiprofessionelles Kinderpalliativteam um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen. Dies sowohl stationär auf der deutschlandweit ersten Kinderpalliativstation Lichtblicke als auch ambulant in einem Umkreis von rund 120 Kilometern – 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

In den letzten 10 Jahren wurde/n im Kinderpalliativzentrum Datteln:

  1. 608 unterschiedliche Patienten insgesamt 1823 mal aufgenommen
  2. 21.398 Pflegetage erbracht
  3. 30.720 Essen auf die Station Lichtblicke geliefert
  4. 14.558 Stunden Familiengespräche geführt
  5. 53 Geburtstage der Patienten auf der Station gefeiert
  6. von 1153 Familien die Elternapartments genutzt
  7. 28.153 psychologische Einzelgespräche geführt
  8. 203 Familien bei der Sterbebegleitung ihres Kindes unterstützt
  9. 4.162 Stunden Klaviermusik auf der Station genossen
  10. 25.113 ehrenamtliche Einsätze geleistet
  11. 130.075 Einmalkittel zum Schutz vor Infektionen an- und wieder ausgezogen
  12. 83.238 Windeln gewechselt, damit Kinder sich wieder wohl fühlen
  13. 212.551 Kompressen und Verbände auf Wunden gelegt
  14. 271 gesunde Geschwisterkinder im SisBroJekt betreut
  15. 6.700-mal mit einem Spatel in den Mund geschaut
  16. 4.836 Patientenbetten bezogen
  17. 2.510 Hausbesuche gemacht
  18. 183 Kinderkrankenpflegeschüler auf der Station angelernt
  19. 59 Examen / Zwischenexamen auf der Station abgenommen
  20. mit 16 Schwestern im Jahre 2010 auf Lichtblicke angefangen, wovon noch 11 da sind (toll!)

Die Freude und Dankbarkeit über das gemeinsam Erreichte möchten wir mit Ihnen teilen. Wie nahm eine Vision Gestalt an? Was hat sich in zehn Jahren entwickelt? Welche Herausforderungen erwarten uns?

Wir nehmen Sie hier auf unserer Internetseite mit auf eine Reise in die Vergangenheit und blicken gemeinsam mit Ihnen in die Zukunft. Nach und nach finden Sie auf unserer Jubiläumsseite neue Beiträge aus unserer Chronik und zu aktuellen Jubiläumsaktionen. Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie immer mal wieder vorbei.

10 Jahre Kinderpalliativzentrum Datteln Online-Spendenaktion