In Gedenken an Prof. Dr. Werner Andler

Prof. Werner Andler mit Boris Zernikow beim Richtfest des Kinderpalliativzentrums im Jahr 2010.

„Genau gesehen haben wir uns noch alle Tage zu reformieren …

… man muss sich immerfort verändern, erneuern, verjüngen,

um nicht zu verstocken.“

Johann Wolfgang von Goethe

 

Fast ein Viertel Jahrhundert  lang – von 1986 bis ins Jahr 2010  – war Prof. Dr. Werner Andler Ärztlicher Direktor der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln. Seit 1994 gestaltete er zudem als Lehrstuhlinhaber an der Universität Witten/Herdecke die studentische Ausbildung und pädiatrische Forschung. Besonders beeindruckt hat er Studierende, Ärzte in der Ausbildung und erfahrene Kollegen durch sein enormes Fachwissen, seine politische Weitsicht und die kompromisslos liebevolle Zuwendung zu Kind und Familie.

Mit schwäbischem Charme stellte er das Wohl des Kindes und der Familie immer an die erste Stelle. Er nahm dabei manche scheinbar unüberwindbare bürokratische Hürde. Werner Andler hat uns vorgelebt und als ein Vermächtnis hinterlassen, dass die Kinderheilkunde und die Vestische Kinder- und Jugendklinik dem Wohl und der Würde eines jeden einzelnen Kindes und seiner Eltern dienen. Nach schwerer Krankheit verstarb Werner Andler am Mittwoch, den 5. Juni 2013. In tiefer Verbundenheit und großer Dankbarkeit denken wir an einen wirklichen Menschenfreund, einen Anwalt für kranke Kinder, den charmanten, liebenswerten, geistreichen und dabei immer so bescheidenen Menschen, Prof. Dr. Werner Andler.

Ohne Ihn, der heute vor sieben Jahren verstorben ist, gäbe es das Kinderpalliativzentrum nicht. Er war unser Spiritus rector! In Gedenken an ihn haben wir den Garten vor dem Deutschen Kinderschmerzzentrum mit seinen Lieblingspflanzen gestaltet als unseren Werner Andler Garten.

Sea-Eye bringt uns am Donnerstag Musik in unsere Wohnzimmer!

 

Die Organisation Sea-Eye e. V. ist eine zivile Hilfsorganisation, die mit ihrem Rettungsschiff ALAN KURDI geflüchtete Menschen aus Seenot aufnimmt. Und in dieser besonderen Coronazeit  macht sie sich unter dem Motto: Helfen, global und lokal mit ihrer Aktion „Ein gutes Viertel“ zudem auf den Weg, Spenden für die gute Sache zu sammeln.

Das Besondere  daran – auch wir dürfen an diesem Donnerstag, den 28. Mai, als Spendenempfänger dabei sein! Um 14 Uhr gibt es im Livestream auf www.dasguteviertel.org und auf Facebook eine Viertel-Stunde richtig gute Musik aus Afrika, die dazu einlädt, einfach mal zu entspannen und die Corona-Krise eine Weile zu vergessen. Wir freuen uns sehr auf das exklusive Benefizkonzert von Eric Wainaina aus Kenia für „DasGuteViertel“. Die Aktion unterstützt dabei sowohl die Rettungseinsätze von Sea-Eye auf dem Mittelmeer und die Einsätze des Vereins German Doctors, aber auch den auftretenden Musiker und eine Hilfsorganisation, in diesem Fall den Freundeskreis Kinderpalliativzentrum Datteln e.V.. Mehr Infos und wie die Spende das Kinderpalliativzentrum anschließend erreicht, finden Sie auf www.dasguteviertel.org.

Wir freuen uns schon auf das Konzert von Eric Wainaina. Seien Sie auch dabei am Donnerstag, genießen die Musik des preisgekrönten kenianischen Sängers und Songwriters und unterstützen dabei mit Ihrer Spende das Kinderpalliativzentrum!

 

Wie alles entstand – Unsere Chronik wächst weiter!

Vodafone Stiftungsinstitut Einweihung Zernikow Laumann Bischof Genn Andler

Einweihung des Vodafone Stiftungsinstituts für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin im Jahr 2006

 

So viel ist vorbereitend geschehen, bis das Kinderpalliativzentrum vor zehn Jahren seine Türen für schwerstkranke Kinder und ihre Familien öffnen konnte. Und auch das ist spannend zu erfahren!

Seit einigen Wochen schon gehen wir auf unserer Website auf eine Reise in die Vergangenheit. Auf unserer Jubiläumsseite gibt es neue Beiträge in unserer Chronik. Zum Beispiel, wann Prof. Zernikow den Ruf auf den weltweit ersten Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke erhielt. Schaut mal vorbei!

Hier geht es in unserer Chronik weiter…

v.l.n.r. im Bild: Dr. Boris Zernikow, Weihbischof Josef Voß, NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, und der Ärztliche Klinikdirektor Prof. Dr. Werner Andler (†) 

Sichere stationäre Kinderpalliativversorgung  – auch mit Corona-Infektion

In den vergangenen Wochen haben wir mehrere Kinder und Jugendliche aufgenommen mit dem Verdacht auf eine Coronavirusinfektion (Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2).

Die Hygieneregeln bei der Versorgung dieser Kinder wurden wie bei nachgewiesener Infektion mit dem Sars-CoV-2 eingehalten, bis der Verdacht durch eine negative Testdiagnostik ausgeschlossen werden konnte. Wir waren also gut vorbereitet, hatten die Station umgerüstet in 3 „Coronazimmer“, die wir durch Schleusen begehen und in denen wir bis zu 4 Kinder mit einer COVID-19 Infektion (so nennt man die Lungenerkrankung, die durch das SARS-CoV-2 ausgelöst wird) behandeln könnten. In den übrigen 4 Zimmern haben wir Kinder und Jugendliche ohne Verdacht auf eine Coronavirusinfektion  versorgt.  Weil aber für viele Patienten mit leidvollen Symptomen eine ambulante Palliativversorgung nicht ausreichte und sie einer stationären Behandlung bedurft hätten, außerdem kein Kind bisher an Covid-19 erkrank war, beschlossen wir vor 2 Wochen, wieder in allen Patientenzimmer Kinder aufzunehmen und keine Zimmer mehr für eventuell coronainfizierte Kinder freizuhalten.

Kaum war diese Entscheidung getroffen worden, erkrankte die erste kleine Patientin, die von unserem ambulanten  Kinderpalliativteam zuhause versorgt wird, an dem neuen Corona-Virus Sars-CoV-2. Mit einer bestätigten COVID-19 bedurfte sie einer stationären Behandlung. Die Versorgung geschieht – wenn immer das möglich ist – durch ein zweites Pflegeteam, welches getrennt arbeitet, um das Risiko von Ansteckungen im Team zu verringern. Natürlich tragen alle von uns persönliche Schutzkleidung bei Betreten des Zimmers (siehe Foto). Wir haben ein sehr gut ausgearbeitetes Hygienekonzept, um einerseits die mit Sars-CoV-2 infizierten Kinder und Jugendlichen optimal betreuen und andererseits andere Patienten und Patientinnen, deren Eltern und alle Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen. Die pädiatrische Palliativversorgung auf der Station Lichtblicke ist sicher – auch in Zeiten von Corona.

Neues Corona-Update von Prof. Boris Zernikow

Wie geht es in der Versorgung weiter? Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf das Stationsleben?

Prof. Boris Zernikow (Chefarzt, Leiter des Kinderpalliativzentrums) berichtet über den aktuellen Stand bei uns im Kinderpalliativzentrum.

10 Jahre Kinderpalliativzentrum – Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise

Das Kinderpalliativzentrum feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag!

Seit 10 Jahren kümmert sich hier in Datteln ein multiprofessionelles Kinderpalliativteam um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen. Dies sowohl stationär auf der deutschlandweit ersten Kinderpalliativstation Lichtblicke als auch ambulant in einem Umkreis von rund 120 Kilometern – 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

In den letzten 10 Jahren wurde/n im Kinderpalliativzentrum Datteln:

  1. 608 unterschiedliche Patienten insgesamt 1823 mal aufgenommen
  2. 21.398 Pflegetage erbracht
  3. 30.720 Essen auf die Station Lichtblicke geliefert
  4. 14.558 Stunden Familiengespräche geführt
  5. 53 Geburtstage der Patienten auf der Station gefeiert
  6. von 1153 Familien die Elternapartments genutzt
  7. 28.153 psychologische Einzelgespräche geführt
  8. 203 Familien bei der Sterbebegleitung ihres Kindes unterstützt
  9. 4.162 Stunden Klaviermusik auf der Station genossen
  10. 25.113 ehrenamtliche Einsätze geleistet
  11. 130.075 Einmalkittel zum Schutz vor Infektionen an- und wieder ausgezogen
  12. 83.238 Windeln gewechselt, damit Kinder sich wieder wohl fühlen
  13. 212.551 Kompressen und Verbände auf Wunden gelegt
  14. 271 gesunde Geschwisterkinder im SisBroJekt betreut
  15. 6.700-mal mit einem Spatel in den Mund geschaut
  16. 4.836 Patientenbetten bezogen
  17. 2.510 Hausbesuche gemacht
  18. 183 Kinderkrankenpflegeschüler auf der Station angelernt
  19. 59 Examen / Zwischenexamen auf der Station abgenommen
  20. mit 16 Schwestern im Jahre 2010 auf Lichtblicke angefangen, wovon noch 11 da sind (toll!)

Die Freude und Dankbarkeit über das gemeinsam Erreichte möchten wir mit Ihnen teilen. Wie nahm eine Vision Gestalt an? Was hat sich in zehn Jahren entwickelt? Welche Herausforderungen erwarten uns?

Wir nehmen Sie hier auf unserer Internetseite mit auf eine Reise in die Vergangenheit und blicken gemeinsam mit Ihnen in die Zukunft. Nach und nach finden Sie auf unserer Jubiläumsseite neue Beiträge aus unserer Chronik und zu aktuellen Jubiläumsaktionen. Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie immer mal wieder vorbei.

10 Jahre Kinderpalliativzentrum Datteln Online-Spendenaktion

 

Tatkräftige Hilfe der Landfrauen Seppenrade sorgt für große Freude

Spendenübergabe Kinderpalliativzentrum Freundeskreis

Diese schöne Überraschung ist den fleißigen Damen an ihren Nähmaschinen wirklich geglückt! Mit ihrer spontanen Mundschutz-Nähaktion lösen sie bei uns große Dankbarkeit aus.

 Die Landfrauen aus Seppenrade hatten die liebevoll hergestellten Masken gegen eine Spende abgegeben. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass der Freundeskreis nun die großartige Spende in Höhe von 2.200 Euro verbuchen durfte. Die Seppenrader Damen haben uns mit dieser schönen Aktion überrascht. Wir freuen uns riesig darüber! Denn mit ihrer spontanen Hilfsaktion zeigen sie ihre Solidarität mit den Familien hier bei uns. Das ist gerade jetzt ganz besonders wertvoll, denn sie brauchen vor allem Sicherheit. Die Coronakrise erlaubt derzeit leider keine persönliche Spendenübergabe vor Ort. Doch die können wir hoffentlich später nachholen. Wir freuen uns schon jetzt, wenn die Landfrauen aus Seppenrade die Station Lichtblicke zu einem späteren Zeitpunkt kennen lernen möchten.

Die Spende aus Seppenrade schafft einen Lichtblick, der gut tut. Wir schicken einen von Herzen kommenden Dank nach Seppenrade!

 

Nähaktion Spende Landfrauen Seppenrade

 

 

Auch jetzt an unserer Seite! Heike Dewald und Büchereule Lia

Spendenübergabe Heike Dewald und Büchereule Lia

Mit ihrem Kurzbesuch auf Abstand machte uns diese Woche Heike Dewald aus Oer-Erkenschwick eine Freude. Denn wieder hatte sich ihre Büchereule Lia gut gefüllt und wurde geleert.

Mit ihrem Bücherblog „Irve liest“ ist Heike seit Jahren im Einsatz und stillt mit ihrem Engagement den Lesehunger vieler Menschen, die ihr großes Hobby, das Lesen, teilen. Wenn man mit dem Hobby dann noch Gutes tut,  ist das umso schöner. Denn aus Platzgründen kann Heike nicht sämtliche Bücher behalten und startet so regelmäßig eine „Buch gegen Spende“-Aktion. Den Erlös hieraus in Höhe von 500,00 Euro spendete sie nun erneut dem Freundeskreis. Annika Tremer vom Freundeskreis nahm die Spende dankend entgegen.

Wir danken dir sehr, liebe Heike, und allen, die die Büchereule mit gefüllt haben!

Auf dem Foto v.l.: Annika Tremer (Freundeskreis Kinderpalliativzentrum), Heike Dewald

Wir sind uns nah – nur anders!

Aktion Marmeladenglas SisBroJekt Kinderpalliativzentrum Datteln

Das SisBroJekt-Team geht in der Coronazeit neue Wege, und die neue Art sich zu „treffen“ kommt gut an!

 Das Team und die Geschwisterkinder waren sich vor ein paar Tagen erstmals über ihre Bildschirme nah und tauschten sich aus. Erst fühlte es sich schon ein wenig befremdlich an, den anderen „nur“ am Bildschirm zu sehen.  Dieses Gefühl legten sie jedoch schnell ab und genossen die gemeinsame Redezeit.  Denn wie es jedem von ihnen gerade so geht und was sie in der Krise positiv wahrnehmen, war für alle spannend zu hören. Es wurde sogar gesungen, ein Geburtstagslied für all die, die in der Auszeit Geburtstag hatten. Und dann war da ja noch die Sache mit den Marmeladenglas-Momenten…. diese schönen Momente hatte jeder zuvor für sich gesammelt. Die persönlichen positiven Momente und das eigene Glas vorzustellen und miteinander zu teilen, tat gut. Für alle steht fest, sie sehen sich bald wieder – gerne auch digital!

Kunterbunter Schutz für unsere Besucher

Mundschutz Corona Ehrenamt Kinderpalliativzentrum Dattel

Unsere großartigen Ehrenamtlichen schenken uns auch in der Coronakrise ihre Zeit und Kreativität, das ist so schön! Solch liebevoll genähten Mundschutze, finden wir,  gibt es schließlich nicht von der Stange.

Die Nähmaschinen zweier Ehrenamtlicher stehen derzeit gar nicht mehr still. Sie nähen diese farbenfrohen Mundschutze für uns. Wir freuen uns sehr, dass wir diese nun den nahen Angehörigen der Patienten zur Verfügung stellen können, wenn sie die Patienten auf der Station Lichtblicke besuchen. Eine unserer Schwestern zeigt den Mundschutz schon mal im Einsatz.

Liebe fleißige Näherinnen, wir danken euch für euren unkomplizierten Einsatz, der uns hier gerade so sinnvoll hilft!