Die Station Lichtblicke zieht um

Die Atmosphäre auf der Station Lichtblicke ist so ganz anders als sonst. Es herrscht emsiges Treiben, die letzten Schubladen werden ausgeräumt, medizinisches Gerät verstaut und Kisten gepackt. Und auch die Patient:innen und ihre Eltern werden auf den Umzug auf die Station 1a im Haupthaus vorbereitet.

Der Umzug ist eine logistische Herausforderung, die Stationsleiterin Sr. Nicole fest im Griff hat. Wenn alle den Weg ins Haupthaus gemeistert haben, kann es losgehen mit den Renovierungs- und Umbauarbeiten auf der Station Lichtblicke. Ein halbes Jahr ist dafür Zeit, dann wird die bereits frisch renovierte Station 1a wieder als Aufnahmestation der Klinik gebraucht.

Und auch oben auf dem Kinderpalliativzentrum geht es weiter. Die Begrünung des Flachdachs wird gerade entfernt. Dazu wurde extra mit dem Kran ein kleiner Bagger auf das Dach gehoben. Da kommt ganz schön etwas zusammen. Wenn das Dach freigelegt ist, kann es mit dem Bau losgehen. Wir sind gespannt …

 

Es geht los: der LichtHafen kommt

Nun endlich startet der Erweiterungsbau mit eigenem OP-Trakt für auf dem Dach des Kinderpalliativzentrums. Warum der ´LichtHafen´ überhaupt dringend gebraucht wird, wieso er also gebaut wird, und was genau es damit auf sich hat, zeigen wir Ihnen in den nächsten Wochen und Monaten hier in Aktuelles unter der Rubrik „Der LichtHafen kommt“.

Hier schon einmal die ersten Eindrücke – in diesen Tagen wird die Baustelle eingerichtet. Nicht mehr zu übersehen, denn Bagger, Gerüststangen und allerlei sonstiges Material machen sich schon einmal auf dem Rasen zwischen dem Haupthaus der Klinik und der Station Lichtblicke breit.

Nächste Woche wird der Kran aufgestellt, dann geht es so richtig los! Wir sind gespannt und ein bisschen aufgeregt und freuen uns, wenn Sie uns während der Bauphase hier oder bei uns in den Sozialen Medien begleiten.

Unser Kurzfilm – Lichtblicke 2.0

Bislang müssen die Patienten der Kinderpalliativstation Lichtblicke an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln für operative Eingriffe in andere Häuser verlegt werden. Das soll sich ändern!

Dank einer Förderung des Landes NRW wird ein Erweiterungsbau auf dem Dach des Kinderpalliativzentrums entstehen. Er sieht eine operative Einheit für die bedarfsgerechte Versorgung von jungen Patienten mit schweren seltenen Erkrankungen vor. Dies betrifft Patienten der Kinderpalliativstation ebenso wie Kinder, die in anderen Fachabteilungen der Klinik betreut werden. Wir starten hiermit durch in eine neue Zukunft für unsere Patienten. Die Spezialisten kommen zum Kind und nicht das Kind zum Spezialisten!

Das Versorgungsangebot am Kinderpalliativzentrum wächst!

Dank einer Förderung durch das Land NRW kann auf dem Dach des Kinderpalliativzentrums an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln  – Universität Witten/Herdecke schon bald ein Erweiterungsbau entstehen. Diese Woche  übergab der NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, den Förderbescheid persönlich bei seinem Besuch in Datteln. Wir freuen uns sehr!

Der geplante Aufbau am Kinderpalliativzentrum sieht eine operative Einheit für die bedarfsgerechte Versorgung von jungen Patienten mit schweren seltenen Erkrankungen vor. Dies betrifft Patienten der Kinderpalliativstation Lichtblicke ebenso wie Kinder, die in anderen Abteilungen der Klinik, insbesondere in der Neonatologie/Intensivmedizin, der Neurologie, der Onkologie und der Allgemeinpädiatrie, betreut werden. Künftig können so externe Operateure ins Kinderpalliativzentrum kommen, um Eingriffe vorzunehmen. Den jungen Patienten werden damit die für sie meist sehr beschwerlichen Wege erspart.

Wie kann eine „faire“ Versorgung von pädiatrischen Patienten mit schweren, lebensbedrohlich seltenen Erkrankungen sowie deren Familien aussehen? Vor der öffentlichen Pressekonferenz mit Minister Laumann organisierte unser Haus eine Fachtagung zur Zukunftsperspektive der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und  jungen Erwachsenen mit schweren seltenen Erkrankungen. Moderiert wurde die gut besuchte Veranstaltung von Dr. Julia Wager, Leiterin Forschung und Entwicklung.

Oberärztin Dr. Carola Hasan schilderte aus ärztlicher Sicht die Versorgung der Patienten und ihrer Familien in einem multiprofessionellen Team. Annika Klebig, die Mutter des kleinen Mio, gab aus der Perspektive einer Mutter sehr berührende Einblicke in die intensive Zeit, die sie mit ihrem schwerkranken Sohn auf der Station Lichtblicke verbrachte. Fast zwei Jahre wurde die Familie immer wieder bei uns versorgt. Mehrfach musste Mio zu verschiedenen operativen Eingriffen in andere Krankenhäuser gebracht werden. Diese Aufenthalte bedeuteten jedes Mal eine enorme Belastung für die gesamte Familie. Dank des geplanten Erweiterungsbaus, den Architekt Olaf Gernhold aus Münster dem Publikum vorstellte, können Eingriffe bei den schwerkranken Patienten künftig im Operationssaal direkt über der Kinderpalliativstation realisiert werden.
In kurzweiligen Fachvorträgen näherten sich die Leiterin der Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung, Franziska Kopitzsch, sowie der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Heiner Melching, der Fragestellung zur Zukunftsperspektive der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Expertensicht an.

In der abschließenden Pressekonferenz begründete Minister Laumann  in seiner Ansprache den erteilten Förderbescheid: „Ich freue mich sehr, die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln beim Ausbau des Kinderpalliativzentrums unterstützen zu können. Durch Kooperationen mit anderen Kliniken und Einrichtungen wird die Fachexpertise damit an einem Ort gebündelt. Dies ist gerade bei seltenen Erkrankungen sinnvoll. Für Kinder und ihre Angehörigen bedeutet dies eine erhebliche Verbesserung der Versorgung, der Behandlungsqualität und der Patientensicherheit. Am Beispiel Datteln zeigt sich, wie wichtig Kooperationen sind. Ich hoffe, dass viele weitere Kliniken diesem Beispiel folgen werden. Die Versorgung in NRW kann nur gemeinsam gestärkt und optimiert werden.“

Dr. Thomas Hölscher, Aufsichtsratsvorsitzender der Vestischen Caritas Kliniken GmbH und Chefarzt Prof. Boris Zernikow, Leiter des Kinderpalliativzentrums und Lehrstuhlinhaber für Kinderpalliativversorgung und -schmerztherapie an der Universität Witten/Herdecke, nahmen den Förderbescheid dankend entgegen.

Mit dem Erweiterungsbau soll bereits im 1. Halbjahr 2019 begonnen werden.