Pflegerische Versorgung

Die Pflege lebensbedrohlich erkrankter Kinder und Jugendlicher erfordert in mehrfacher Hinsicht spezielles Fachwissen: Von den verschiedenen Entwicklungsstadien der Patienten vom Säugling- bis ins junge Erwachsenenalter, über die besondere Seltenheit und Schwere der Erkrankungen, die oft nur im Kindesalter auftreten, bis hin zu der besonderen Situation, in der die Linderung leidvoller Symptome und die Schaffung von Lebensqualität im Vordergrund stehen.

Besonders qualifiziert

Unsere Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen haben die Zusatzweiterbildung Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen absolviert oder befinden sich in der Ausbildung hierzu. Einige der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen sind spezialisiert auf die Bereiche Intensivmedizin, Außerklinische Beatmung, Aromatherapie, Basale Stimulation® und Schmerzmanagement. Die Pflege der Patienten umfasst neben der anspruchsvollen ressourcenorientierten Körperpflege die individuelle Krankenbeobachtung mit Einschätzung der auftretenden Symptome wie z. b. Unruhe sowie spezielle Interventionen mit dem dazugehörigen Management der vielfältigen Geräte. Hierzu zählen die Verabreichung und Überwachung parenteraler Nahrung und Medikamente, atemunterstützende Therapie wie atemstimulierende Einreibungen, die Anwendung eines Hustenassistenten, die besondere Pflege beatmeter Patienten, Bewegungsübungen oder aufwändige Verbandswechsel.

Mit viel Einfühlungsvermögen

Ein guter Personalschlüssel auf der pädiatrischen Palliativstation schafft die Grundlage für eine individuell auf die Familien abgestimmte und zugewandte Pflege bei gleichzeitigem Empowerment. Unser Team nimmt sich viel Zeit, hört zu, beobachtet und leitet die Familien an. Die Begleitung von Eltern und Geschwistern ist ein weiterer Teil der pflegerischen Arbeit.  Eine einfühlsame, wertschätzende Kommunikation hilft  gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.  Die Patienten werden darin unterstützt, eine individuelle Gesundheitskompetenz zu entwickeln, die ihnen – sofern sie kognitiv dazu in der Lage sind – die Möglichkeit verschafft, in krankheitsbezogene Entscheidungen mit einbezogen zu werden.