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Unser Jahresbericht 2019 ist da!

10 Jahre Kinderpalliativzentrum – 10 Jahre Freundeskreis

2020 ist für uns ein ganz besonderes Jahr. Vor 10 Jahren wurde das Kinderpalliativzentrum in Datteln als deutschlandweit erste Einrichtung seiner Art eröffnet! Und auch der Freundeskreis kann auf 10 erfolgreiche Vereinsjahre zurückblicken. Grund für uns, auch unseren Jahresbericht 2019 diesem besonderen Jubiläum zu widmen.

Leider stellt die Corona-Pandemie alles Dagewesene gerade ein Stück weit in den Schatten. Doch wir stellen uns zuversichtlich dieser für uns alle ganz neuen Herausforderung. Mit unserem Rückblick auf das Jahr 2019 lassen wir Sie teilhaben an den Entwicklungen, Erfahrungen und Ereignissen aus dem vergangenen Jahr.  Manches sonst so Selbstverständliche mag gerade in ein anderes Licht rücken, denn die letzten Wochen verliefen auch für uns anders als geplant. Wie gerne hätten wir Sie mit dem Erscheinen unseres Jahresberichtes zu einem bunten Jubiläumsfest im Juni hier bei uns rund um das Kinderpalliativzentrum eingeladen. Dieses müssen wir schweren Herzens erst einmal verschieben.

Doch wir wollen unser Jubiläum nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Deshalb nehmen wir Sie ab dem 1. Mai hier auf unserer Website mit auf eine Reise in die Vergangenheit und lassen die Entstehung des Kinderpalliativzentrums von seinen Anfängen bis heute Revue passieren. Und Sie werden erfahren, was es mit unserem Wimmelbild auf sich hat. Sie dürfen gespannt sein. Schauen Sie doch ab Mai regelmäßig rein und begleiten Sie uns!

Nun wünschen wir Ihnen erst einmal eine anregende Lesestunde mit unserem Jahresbericht 2019!

Das Osterfest wird sicher ein anderes sein. Dennoch wünschen wir Ihnen schöne Feiertage mit viel Sonnenschein.

Herzlich grüßt Sie Ihr Freundeskreis-Team

Grußwort von Dr. Thomas Hölscher für den Aufsichtsrat

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Vestischen Caritas Kliniken GmbH

(v.l.n.r): Heinz-Josef Kessmann, Dr. Thomas Hölscher, Bettina Feldkämper, Markus Hülshoff, Olaf Wißemann

Liebe Freundinnen und Freunde des Kinderpalliativzentrums Datteln, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

mit dem Segen des Bischofs von Münster Dr. Felix Genn wurde vor zehn Jahren das Kinderpalliativzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln als die erste Kinderpalliativstation in Deutschland eröffnet.

„Wo ist der Sinn, wenn wir uns nur so kurz haben durften und dann wieder auf ewig getrennt sind?“ Diese Frage stellte die 16-jährige Annika. Es ist eine von vielen Fragen von lebensbegrenzend erkrankten Kindern in dem Buch „Die Grasbeißerbande“. Die Frage nach dem Sinn des Sterbens insbesondere von Kindern können wir nicht beantworten. Immer wieder stehen wir fassungslos und ohne jegliche Erklärung vor dem Tod eines Kindes. Mit der Arbeit im Kinderpalliativzentrum wird das Ziel verfolgt, das Leid der Kinder und ihrer Familien zu lindern, auch wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Das Kinderpalliativzentrum ist integrativer Bestandteil der Vestischen Kinder- und Jugendklinik als eine Einrichtung der Vestischen Caritas Kliniken GmbH. Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Vestischen Caritas Kliniken GmbH haben die Initiative zum Bau des Kinderpalliativzentrums, die aus der Mitarbeiterschaft hervorging, von Beginn an eng begleitet und unterstützt.

Als christlicher Träger sehen wir uns in der besonderen Verantwortung für die Hospiz – und Palliativversorgung kranker Menschen. Das Kinderpalliativzentrum ist ein wichtiger, jedoch nicht der einzige Baustein, um diesen Auftrag zu erfüllen. Die Kinderheilstätte Nordkirchen, die ebenfalls zur Vestischen Caritas Kliniken GmbH gehört, betreibt das Kurzzeitwohnheim Kleine Oase, in der schwerstbehinderte Kinder bis zu vier Wochen im Jahr ihren Urlaub verbringen können, um die Eltern in der Pflege und Betreuung ihrer Kinder zu entlasten. Ein kompetentes Team übernimmt die komplexe pflegerische Versorgung der Kinder. Das André–Streitenberger–Haus bietet sechs langzeitbeatmeten Kindern eine Heimat, in der sie ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können. Das Kinderpalliativzentrum hat sich im Laufe der letzten 10 Jahre zu einem Kompetenzzentrum für die Versorgung schwerstkranker Kinder entwickelt, und zwar weit über das nördliche Ruhrgebiet hinausgehend.

Unser Dank gilt vor allem Herrn Prof. Dr. Zernikow und seinem kompetenten und stets überaus engagiertem Team. Diese prägen und gestalten die Einrichtung und leisten mit ihrer Menschlichkeit verbunden mit einem höchsten Maß an medizinischem Fachwissen die Basis für die zukünftige Entwicklung.

Wir freuen uns auf den Erweiterungsbau und die damit verbundenen Fortschritte in der Versorgungsqualität der betroffenen Kinder und ihrer Familien. In dem bereits erwähnten Buch „Die Grasbeißerbande“ stellt der 11 jährige Moritz die Frage: „Ein Diamant besteht aus Kohlenstoff. Und wir bestehen aus Kohlenstoff. Macht Ihr aus mir einen Diamanten?“ Dieser Wunsch kann zwar nicht erfüllt werden. Das Kinderpalliativzentrum leistet jedoch einen wesentlichen Beitrag, dass die Kinder trotz ihrer begrenzten Lebenszeit wie ein wertvoller Diamant gesehen werden, und zwar auch über ihren Tod hinaus.

In großer Verbundenheit mit den Kindern, ihren Eltern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schauen wir mit Dankbarkeit und Stolz auf die letzten zehn Jahre und wünschen dem Kinderpalliativzentrum für die Zukunft weiterhin eine erfolgreiche Arbeit im Sinne der erkrankten Kinder.

Dr. Thomas Hölscher

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Vestischen Caritas Kliniken GmbH

 

Grußwort von Minister Karl-Josef Laumann

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Professor Zernikow,

zum zehnjährigen Bestehen des integrierten Kinderpalliativzentrums an der Vesti­schen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Herdecke gratuliere ich Ihnen, allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den vielen· Unterstützerinnen und Unterstützern recht herzlich.

Trotz eines hohen medizinischen Standards können manche Krankheiten leider nur gelindert, aber nicht geheilt werden. In Deutschland leben ca. 23.000 Kinder und Ju­gendliche mit lebensbedrohlichen und lebenslimitierenden Erkrankungen. Oft trägt die ganze Familie die hohe Belastung der Pflege und der Versorgung, immer mit dem Wissen um die Endlichkeit des Lebens und des möglichen Abschiednehmens.

Das Kinderpalliativzentrum war vor 10 Jahren die erste stationäre Einrichtung – nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern in Europa, die sich eine ganzheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit lebenszeitverkürzenden Erkrankungen und die Be­treuung ihrer Familien zum Ziel gesetzt hat. Im Kinderpalliativzentrum Datteln werden heute junge Patientinnen und Patienten sowohl ambulant als auch stationär auf einer 8-Betten Station mit Übernachtungsmöglichkeiten für die ganze Familie von einem multiprofessionellen Team versorgt. Neben der Schmerz- und Symptomlinderung, der konservativen wie operativen Versorgung und der Stabilisierung in Krisensituationen, erhalten die Patientinnen und Patienten und ihre Familien auch Unterstützung in see­lischer und emotionaler Hinsicht. Familien aus dem gesamten Bundesgebiet vertrauen der Expertise des Kinderpalliativzentrums.

Gerne habe ich den Weg des Palliativzentrums in den letzten 10 Jahren von den ersten Planungen über ein Modellprojekt zur landesweit flächendeckenden ambulanten Pal­liativversorgung von Kindern und Jugendlichen bis hin zur heutigen national und inter­national angesehenen Klinik begleitet. Heute ist das Kinderpalliativzentrum in Datteln Motor und wichtiger Kooperationspartner in der ambulanten und stationären Behand­lung von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen. Besonders hat mich ge­freut, dass ich 2018 im Rahmen der Krankenhausinvestitionsförderung der Dattelner Klinik rund 6,5 Millionen € für den Erweiterungsbau für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativversorgung zusagen konnte.

Es ist eine besondere und sicherlich auch eine fordernde Aufgabe, Menschen in einer schwierigen Zeit ihres Lebens zu begleiten. Deswegen möchte ich mich ganz herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zentrums für Ihren engagierten und ausdauernden Einsatz bedanken. Ich bin dankbar, dass Kinder und Jugendliche in Ihrer Einrichtung Liebe und Fürsorge erfahren und wünsche Ihnen für Ihre weitere Ar­beit Gottes Segen.

Ihr

Minister Karl-Josef Laumann

 

 

Grußwort von Bischof Dr. Felix Genn

Bistum Münster

Bischof Genn Grußwort Kinderpalliativzentrum Datteln

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

vor 10 Jahren, im April 2010, durfte ich die Eröffnung des Kinderpallialivzentrums an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Herdecke leiten und das neuerrichtete Haus einsegnen.
In den vergangen 10 Jahren hat das damals deutschlandweit erste Kinderpalliativzentrum seine segensreiche Tätigkeit voll entfaltet. Schwerstkranke Kinder und ihre Familien werden in ihrer schwierigen Lebenssituation durch die unterschiedlichen Angebote des Zentrums umfassend begleitet und unterstützt.

Meine Hochachtung und mein Dank gilt den Menschen, die sich mit ihrer jeweiligen Kompe­tenz hier ganz einbringen, um Kindern und ihren Familien zu helfen. Mein Dank gilt auch denen, die durch ihre großherzigen Spenden Angebote ermöglichen, die den betroffenen Kindern und Jugendlichen und ihren Familien das Leben erleichtern, die aber von den Krankenkassen nicht refinanziert werden.

Dem Palliativzentrum insgesamt wünsche ich, dass es seine fruchtbare Tätigkeit, auch in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen, insbesondere für den Krankenhausbereich, gesichert weiterführen kann.

Ich wünsche den Kindern und Jugendlichen, die hier Versorgung finden, ihren Familien und Angehörigen, den pflegerisch, ärztlich und therapeutisch Tätigen alles Gute und Gottes Segen.

Ihr Bischof,

Felix Genn