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Sichere stationäre Kinderpalliativversorgung  – auch mit Corona-Infektion

In den vergangenen Wochen haben wir mehrere Kinder und Jugendliche aufgenommen mit dem Verdacht auf eine Coronavirusinfektion (Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2).

Die Hygieneregeln bei der Versorgung dieser Kinder wurden wie bei nachgewiesener Infektion mit dem Sars-CoV-2 eingehalten, bis der Verdacht durch eine negative Testdiagnostik ausgeschlossen werden konnte. Wir waren also gut vorbereitet, hatten die Station umgerüstet in 3 „Coronazimmer“, die wir durch Schleusen begehen und in denen wir bis zu 4 Kinder mit einer COVID-19 Infektion (so nennt man die Lungenerkrankung, die durch das SARS-CoV-2 ausgelöst wird) behandeln könnten. In den übrigen 4 Zimmern haben wir Kinder und Jugendliche ohne Verdacht auf eine Coronavirusinfektion  versorgt.  Weil aber für viele Patienten mit leidvollen Symptomen eine ambulante Palliativversorgung nicht ausreichte und sie einer stationären Behandlung bedurft hätten, außerdem kein Kind bisher an Covid-19 erkrank war, beschlossen wir vor 2 Wochen, wieder in allen Patientenzimmer Kinder aufzunehmen und keine Zimmer mehr für eventuell coronainfizierte Kinder freizuhalten.

Kaum war diese Entscheidung getroffen worden, erkrankte die erste kleine Patientin, die von unserem ambulanten  Kinderpalliativteam zuhause versorgt wird, an dem neuen Corona-Virus Sars-CoV-2. Mit einer bestätigten COVID-19 bedurfte sie einer stationären Behandlung. Die Versorgung geschieht – wenn immer das möglich ist – durch ein zweites Pflegeteam, welches getrennt arbeitet, um das Risiko von Ansteckungen im Team zu verringern. Natürlich tragen alle von uns persönliche Schutzkleidung bei Betreten des Zimmers (siehe Foto). Wir haben ein sehr gut ausgearbeitetes Hygienekonzept, um einerseits die mit Sars-CoV-2 infizierten Kinder und Jugendlichen optimal betreuen und andererseits andere Patienten und Patientinnen, deren Eltern und alle Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen. Die pädiatrische Palliativversorgung auf der Station Lichtblicke ist sicher – auch in Zeiten von Corona.

Neues Corona-Update von Prof. Boris Zernikow

Wie geht es in der Versorgung weiter? Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf das Stationsleben?

Prof. Boris Zernikow (Chefarzt, Leiter des Kinderpalliativzentrums) berichtet über den aktuellen Stand bei uns im Kinderpalliativzentrum.

Kunterbunter Schutz für unsere Besucher

Mundschutz Corona Ehrenamt Kinderpalliativzentrum Dattel

Unsere großartigen Ehrenamtlichen schenken uns auch in der Coronakrise ihre Zeit und Kreativität, das ist so schön! Solch liebevoll genähten Mundschutze, finden wir,  gibt es schließlich nicht von der Stange.

Die Nähmaschinen zweier Ehrenamtlicher stehen derzeit gar nicht mehr still. Sie nähen diese farbenfrohen Mundschutze für uns. Wir freuen uns sehr, dass wir diese nun den nahen Angehörigen der Patienten zur Verfügung stellen können, wenn sie die Patienten auf der Station Lichtblicke besuchen. Eine unserer Schwestern zeigt den Mundschutz schon mal im Einsatz.

Liebe fleißige Näherinnen, wir danken euch für euren unkomplizierten Einsatz, der uns hier gerade so sinnvoll hilft!

Die Versorgung geht weiter – aber anders

Patientenzimmer Kinderpalliativzentrum Station Lichtblicke

Die wertvolle Arbeit, die unser Team aus Ärzten, Pflegenden, Psychologen, Heilerziehungspflegern und Therapeuten leistet, ist gerade jetzt, in diesen Tagen, von unschätzbarem Wert! Und sie geht weiter, wenn auch unter anderen Vorzeichen. 

Die Station Lichtblicke mit insgesamt acht Patientenzimmern stellt wegen der Corona-Pandemie vier ihrer Zimmer als potentielle Notfallzimmer bereit, sodass diese Betten derzeit nicht durch Patienten ohne Atemwegssymptome belegt werden können. In diesen Zimmern können „unsere“ Patienten aufgenommen werden, wenn sie an Corona-Lungenentzündungen erkranken oder der Verdacht auf eine solche Corona-Infektion besteht – was bis jetzt bei insgesamt drei Patienten der Fall war. Die Räume sind so vorbereitet, dass wir dort unter höchsten hygienischen Standards die Kinder versorgen und das Personal schützen können. Wenn ein Kind aufgenommen wird, bei dem wir eine Coronavirus (SARS-CoV-2) – Infektion vermuten, ist die Versorgung extrem aufwendig. Die Patienten leiden an vielen Krankheitssymptomen. Sie müssen engmaschig überwacht und betreut werden – ärztlich, pflegerisch und auch psychosozial. Das Pflegeteam wird geteilt in solche, die Verdachtspatienten betreuen und solche, die sich um die anderen Patienten kümmern. Zudem haben wir zwei Übergabezimmer, verschiedene Lager- und Pausenräume sowie zwei getrennte Zugänge zu der Station geschaffen. Alle MitarbeiterInnen arbeiten mit Mundschutz. Die persönliche Schutzkleidung wird natürlich erweitert, wenn die Patienten mit einer Coronavirus-Infektion oder einem Verdacht auf eine solche Infektion versorgt werden.

Und auch unser SAPV-Team ist weiter für die Familien da. Nach einer ersten Phase der Reduktion von Hausbesuchen angesichts der zu treffenden Corona-Schutzvorkehrungen fährt das Team seine Arbeit unter den gegebenen Vorsichtsmaßnahmen wieder hoch. Und auch telefonisch ist das Team weiter für die Familien rund um die Uhr zu erreichen!

Wenn Kinder Kindern helfen – Tolle Aktion der Gerhart Hauptmann Grundschule

Spendenaktion Kinderpalliativzentrum Gerhart-Hauptmann-Grundschule Dortmund

Jedes Jahr im Oktober gibt es an der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Dortmund Schüren einen großen Flohmarkt. Immer mit dem Ziel, etwas Gutes zu tun. Die Schülerinnen und Schüler räumen dafür ihre Kinderzimmer leer, die Eltern sorgen für das Catering und die Lehrer organisieren. Sage und schreibe 700 Euro kamen so bei der Aktion im Herbst zusammen, die die Schülerinnen und Schüler nun dem Freundeskreis übergeben konnten. Und sie gaben sich besonders viel Mühe, den symbolischen Scheck besonders nett zu gestalten. Alle Schüler der acht Klassen verewigten sich dort mit ihren Fingerabdrücken. Zur Spendenübergabe in der Bücherei der Gerhart-Hauptmann-Grundschule waren neben den 8 Schülervertretern, der Schulleiterin Frau Burghard, der Elternvertreterin Frau Chadt, sowie Nora Gruschczyk für den Freundeskreis auch die Ruhrnachrichten aus Dortmund vetreten. Wir sagen DANKE für diese gelungene Aktion!

 

Spendenaktion Kinderpalliativzentrum Gerhart-Hauptmann-Grundschule Dortmund

 

2. „Lichtklänge“-Veranstaltung lockt mit Bilderbogen aus Text und Musik

Dirk Maiwald Lichtklänge Kinderpalliativzentrum

Vermutlich ist es zumeist die ältere Generation, die Lieder wie Sie war ein Blümlein hübsch und fein von Wilhelm Busch oder Im Auto über Land von Erich Kästner noch kennen mag. Diese und noch viele weitere „Bummlige Lieder“ präsentiert der Gitarrist und Sänger Dirk Maiwald aus Castrop-Rauxel bei unserer zweiten „Lichtklänge“-Veranstaltung am 27. Februar.

Dirk Maiwalds Lieder nach Gedichten von Wilhelm Busch, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz, Heinz Erhardt und anderen stimmen mal nachdenklich, mal heiter. Der Musiker präsentiert an diesem Nachmittag einen stets ironisch eingefärbten Bilderbogen aus Text und Musik für seine Zuhörer. Beinahe ein halbes Jahrhundert vertont Dirk Maiwald schon Gedichte von Wilhelm Busch und steht mit seinen Liedern seit nunmehr dreißig Jahren immer wieder auch auf der Bühne. Sein ungewöhnliches Programm verspricht unterhaltsame rund 45 Minuten am Donnerstag, den 27. Februar um 17 Uhr in unserem Seminarraum im 1. Obergeschoss des Hauses. Der Eintritt ist wie immer frei.

Wir freuen uns auf Sie!

Tolle Aktion zur Eröffnungsfeier

Spendenaktion Kinderpalliativzentrum Yogastudio MelYoma

Mit Omm und Oh lud Melanie Mattheis zur Eröffnung ihres neuen Yogastudios „MelYoma“ in Oer-Erkenschwick ein.

Für das Omm stehen Yogakurse und entspannende Hawaiianische Lomi-Massagen. Für das Oh sorgte nicht nur die Chorgruppe „I Dolci“, die die Eröffnungsfeier musikalisch bereicherte, sondern auch der gute Zweck. Denn statt zugedachter Präsente zur Eröffnung bat Melanie Mattheis um eine Spende für das Kinderpalliativzentrum. Sie und auch die Mädchen von „I Dolci“ sind schon lange treue Fördermitglieder im Freundeskreis. Die zahlreichen Gäste unterstützten diese Idee tatkräftig und füllten das Spendenhäuschen großzügig. Stolze 625.- € überbrachte Frau Mattheis nun dem Kinderpalliativzentrum als Spende. Wir sind sehr berührt über dieses tolle Engagement und sagen von ganzem Herzen DANKE!

Auf dem Foto v.l.: Melanie Mattheis, Barbara Gertz (Freundeskreis Kinderpalliativzentrum)

Gelungener Auftakt unserer „Lichtklänge“-Veranstaltungsreihe

Lichtklänge Konzert Kinderpalliativzentrum I Dolci

 Rund 60 Zuhörer, darunter auch einige Patienten mit ihren Eltern, genossen am vergangenen Mittwoch das erste Konzert im Rahmen unserer „Lichtklänge“-Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr 2020. Der A-capella-Chor I Dolci aus Oer-Erkenschwick verwöhnte uns gemeinsam mit Clara Könen an der wunderbaren Harfe mit verschiedenen Stücken und Liedern von Klassik bis Pop.

Vielen Dank, liebe I Dolci`s um Chorleiter Willi Gertz und liebe Clara Könen für das schöne Konzert bei uns im vollbesetzten Seminarraum!

Gemeinsam für die gute Sache!

Spendenübergabe Kinderpalliativzentrum Netteberg

Männerring Netteberg, so heißt der sympathische Schützenverein eines Stadtteils von Selm. Einige Mitglieder überbrachten nun dem Freundeskreis in netter Runde eine schöne Spende in Höhe von 1500,00 Euro.

Diese stammt aus dem Erlös eines Weihnachtsmarktes auf dem Hof Brünemann. Die Frauen des Vereins hatten das ganze Jahr über gebastelt und gewerkelt und die hübschen Produkte dann auf dem Markt verkauft. Die Feuerwehr betrieb einen Imbiss und der Schützenverein selber einen Getränkestand. So viel gemeinschaftliches Engagement finden wir sehr beeindruckend! Bei ihrem Besuch in Datteln führte Barbara Gertz vom Freundeskreis die Gruppe über die Station Lichtblicke, so dass sie sich persönlich ein Bild davon machen konnte, an welcher Stelle ihre Hilfe ankommt. Wir danken von Herzen und wünschen weiter viel Freude bei den vielfältigen Schützenvereinsaktivitäten!

Auf dem Foto v.l.: Thomas Göke, Lambert Brünemann, Anja Brünemann, Anne Lange, Barbara Gertz (Freundeskreis Kinderpalliativzentrum), Andrea Göke und Anja Gährken

Charlottes ganz besondere Spenden-Aktion

Absolut bezaubert haben uns Charlotte und ihre Freundin, die uns letzte Woche auf der Station Lichtblicke mit ihrer prall gefüllten, weihnachtlichen Spendendose besucht haben. 

Einfach rundum gelungen ist sie, die Aktion von Charlotte. Und über das erstaunliche Ergebnis sind wir mehr als baff! Zu einem Weihnachtskonzert in der Waltroper Innenstadt zu Gunsten der Station Lichtblicke hatte die 9-jährige Charlotte Eilers aus Waltrop ganz viele Musiker zusammengetrommelt, um bei einem gemeinsamen Auftritt in der Stadt Geld zu sammeln. Nun konnten wir Charlotte bei einem freudigen Wiedersehen im Lebensraum der Station Lichtblicke zu einer persönlichen Spendenübergabe begrüßen, bei der auch ein Filmteam von SAT.1 einen Beitrag verfasst hat.

(Quelle Foto oben: SAT.1)