Die Station Lichtblicke

Die Station Lichtblicke ist die erste pädiatrische Palliativstation in Deutschland. Die Fachstation mit acht Betten ist Teil der Vestischen Kinder- und Jugendklinik datteln – Universität Witten-Herdecke. Unser multiprofessionelles Team aus Ärzten, Schwestern, psychosozialen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen kümmert sich um die Behandlung leidvoller Symptome der Patienten und betreut die gesamte Familie in psychosozialen Krisenzeiten.

Was macht die Station Lichtblicke aus?

Die medizinische Ausstattung der Station Lichtblicke bewegt sich auf dem technischen Stand einer Kinderintensivstation, dennoch haben die Räumlichkeiten nichts von der üblichen „sterilen“ Krankenhausatmosphäre.

Die Station ist für die Patienten und ihre Familien ein Zuhause auf Zeit. Licht, Formen und Farben spielen bei uns daher eine ganz besondere Rolle. Alle acht mit Holzmöbeln ausgestatteten Patientenzimmer sind nach Süden ausgerichtet und mit behindertengerechten Bädern ausgestattet. Breite Glastüren bieten Zugang zum geschützten Sinnesgarten, – auch mit Rollstuhl oder Bett. In unserem Lebensraum, dem Wohnzimmer der Station, können sich die Familien austauschen, gemeinsame  Mahlzeiten einnehmen und bei verschiedenen Gruppenangeboten kreativ sein. Ein sogenannter Snoezelraum lädt zum Abschalten und Entspannen ein. In der oberen Etage des Kinderpalliativzentrums stehen für die Eltern und Geschwister fünf hell und freundlich eingerichtete Zimmer mit separatem Bad kostenfrei zur Verfügung. Im Familien- und Gästehaus in direkter Nachbarschaft stehen weitere Zimmer für sie bereit.

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Wann ist ein Lichtblicke-Aufenthalt sinnvoll?

Lebensbedrohlich erkrankte Kinder und Jugendliche erleiden immer wieder schwere Krankheitskrisen, in denen die Aufnahme in ein Krankenhaus notwendig wird. Bei akuten Komplikationen oder einer Symptomverschlechterung ist eine Einweisung auf die Station Lichtblicke ohne längere Wartezeit möglich.

Zudem gibt es die Möglichkeit einer geplanten Aufnahme auf die Station zur Mitbeurteilung der aktuellen Situation bei leidvollen Symptomen. Im stationären Setting strebt das multiprofessionelle Team in enger Abstimmung mit der Familie die Überwindung der krisenhaften Situation an, damit sie nach ihrem Aufenthalt mit mehr Sicherheit und einer gesteigerten Lebensqualität nach Hause gehen kann. Auf Wunsch der Eltern begleitet das Team die Familie bis zum Lebensende des Patienten auf der Station Lichtblicke – dies ist jedoch eher die Ausnahme als die Regel.

Wie gestaltet sich der Stationsalltag?

Der Stationsalltag wird für jedes Kind individuell angepasst und beachtet dabei seine Ressourcen aber auch seine aktuelle Krankheitssituation. Neben der zumeist aufwändigen täglichen Pflege und den notwendigen medizinischen Maßnahmen kommt es bei der Alltagsgestaltung auf der Station Lichtblicke auch ganz darauf an, worauf die Kinder und auch ihre Eltern und Geschwister Lust haben und wo ihre Stärken und Interessen liegen.

Unsere Versorgungsangebote sind breit aufgestellt: Ob die Musiktherapeutin, die Kunsttherapeutin, die Heilerziehungspflegerinnen, unseren ehrenamtliche Helfer oder die zwei Therapiehunde mit ihrer Hundeführerin den Alltag mitgestalten, hängt ganz davon ab, was für den Therapieerfolg des Patienten und seiner Familie dienlich ist. Psychologisch geschulte Mitarbeiterinnen schauen täglich bei den Familien vorbei und haben ein offenes Ohr. Einmal in der Woche findet ein Familiengespräch mit Psychologe, Arzt und Bezugsschwester statt. Ziel ist es, gemeinsam über die Therapie zu sprechen, neue Möglichkeiten durchzugehen oder einfach einmal zu hören, was gut klappt.

Das  Lichtblicke-Team stellt sich vor

In unserem multiprofessionellen Team arbeiten Fachärzte der Pädiatrie mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin und spezielle Schmerztherapie, Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerinnen mit der Zusatzweiterbildung Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen, Psychologen (systemische Beraterin), Pädagogen (systemische Familientherapeutin), Heilerziehungspflegerinnen und Heilpädagogen sowie eine Musik- und eine Kunsttherapeutin.

Unterstützt wird das Team bei Bedarf durch die  Physiotherapeuten, einen Sozialarbeiter und einen Seelsorger. Eine gute Überleitung ins häusliche Umfeld geschieht durch eine geregelte Kommunikation mit den niedergelassenen Kinderärzten, den bereits involvierten Versorgern sowie dem SAPV-Team. Erste weitergehende Informationen erhalten Sie in unserer Rubriken Wissenswertes für Familien und Wissenswertes für Versorger.

Zu unserem Lichtblicke-Team

Lichtblicke-Flyer

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